Traumerfüllung Autorin, mal nen Thema ohne Rheuma

Hey,

da es ja nun schon lange kein gezielter Rheumablog mehr ist, sondern auch meine Memoiren, möchte ich meinen kleinen eigenen Erfolg mit euch teilen. 😀

Schon ewig hatte ich geplant mal ein Buch zu schreiben. Allerdings sollte es immer ein Krimi werden, dass hat sich in der Zeit des Schreibens doch gewaltig gewandelt, aber es ist fertig. Nun gibt es tatsächlich in über 1.000 Onlineshops den Fantasy Roman Steinige Wege von der Autorin Desiree Schindel. Ist das nicht unglaublich? 😍

Vielleicht hatte die Lungenembolie, die Warnung, dass das Leben endlich ist, doch auch etwas Gutes. Und zwar alles in die Hand zunehmen, was man schaffen und erreichen will und das direkt. Man weiß niemals ob es ein Morgen gibt. Man schafft nicht immer alles, wobei ich auf mich bezogen schon wieder auf den beruflichen Erfolg abziele, weil man scheinbar doch durch eine Krankheit beeinträchtigt ist, die einem noch viele OPs bescheren könnte und somit längere Ausfälle, aber man kann sich erreichbar Ziele setzen und jeden Tag, jede Minute daran arbeiten.

An alle Autoren unter uns. Wir wissen, es war ein Alptraum. 😀

Die Fantasie, die Lust zu Schreiben, all das war nicht das Problem. Aber das Korrigieren, was man leider nicht zu 100% an Deutschexperten abgeben kann, sondern selber noch mal alles durch gehen muss und das Formatieren in Word bis es endlich zu den Anforderungen passte, unfassbar nervige Arbeit. 🙂 ich vermute auch, dass in diesem Blog meine schwachen Deutschkenntnisse raus kommen, wo ich immer dachte so schlecht seien sie gar nicht. Deutsch und Word ist nichts für mich (bin aus Berufsgründen eher der Exceltyp ;)) aber desto stolzer macht es mich am heutigen Tage mein eigenes Buch in den Händen zu halten. Etwas zu Hinterlassen, wenn es Zeit ist zu gehen, wenn auch nur in minimalem Maße ist schon ein cooles Gefühl. Darauf stoße ich heute mit euch an. 😉

Auch hier möchte ich auf diesem Wege allen Danken, die mich unterstützt haben. Susi, die die erste Probeleserin sein sollte, weil sie den gleichen Buchgeschmack hat wie ich und auf dem Wege, aus Verzweiflung vermutlich, auch meine erste Korrekturleserin wurde. Mein Deutsch wurde ins lächerliche gezogen und ich musste lernen, dass es desto mehr desto besser nicht gibt. Naaaaa…. fällt euch der Fehler direkt auf? Ich behaupte, nach eigener Studie und ca. 100 Befragten, nein…. Je mehr desto besser heißt das. Verwendet ihr sicher auch alle, aber wenn ich es falsch sage fällt es auch niemandem auf… 😀 Daneben lernte ich, das Schlüpper kein erotisches Wort ist und Slip besser zu verwenden ist. Auch dafür Danke Susi. 😉

Dann meine Deutschlehrerin Natalie für das tiefe Korrigieren. Verrate mir, wie ein Mensch Spaß daran haben kann? Ich glaube, dass du auch nach dem Druck von mir sicherlich nervlich fertig warst als du es mir zurück sendetest. Zum zweiten Mal, mit der gleichen Anzahl an Fehlern gefühlt. Ich danke dir für deine Geduld und Sorgfalt. Allerdings müssen wir über deine nicht vorhandenen Wordversion noch mal sprechen. 😘

Dann auch allen anderen, die sich mein Gejammer zu der Zeit angehört haben. Ein Dank, an die Bahnfahrten in dem Zeitraum, die ich nutzte um zu korrigieren und mich abzulenken von der Tatsache, dass ich Bahnfahren hasse.

Und im Vorhinein Danke ich nun auch schon mal allen, die sich dieses Buch kaufen werden, für Ihr Feedback. Ich werde nicht jeden Geschmack damit treffen, aber ich hoffe das es manchen gefällt und ich evtl. wirklich eine Trilogie draus mache.

Sonnigen und fröhlichen Gruß

Eure Desi

Vom Rheuma zur Arthrose, Status Quo und wieder hoch…

Hey Leutz…

Die Sonnenstrahlen kommen raus und ich muss wieder ans schreiben kommen. 🙂 eigentlich sagt der Titel schon alles über den Blog heute, aber ich schreibe es mir auch von der Seele. Die letzten Tage waren einfach nicht meine Besten.

Seit circa zwei Wochen konnte ich kaum noch auftreten, mit meinem linken Sprunggelenk, aufgrund der Arthrose. Dieses Problem begleitet mich ja nun erst seit letztem Jahr, aber dafür intensiv. Es gibt wenig bis keine Ärzte, die einen dort so richtig aufklären, was man machen kann. Die ersten sagen, da kann man nichts machen, da müssen sie nun durch und die zweiten versuchen es wenigstens noch mit Cortisonbehandlungen. Diese hatte nun leider nichts mehr gebracht und ich verlor die Hoffnung. Ich bin auch nicht sehr stark gewesen, circa nach drei Wochen ohne Schmerzfreiheit bin ich gebrochen. Scheinbar wird es niemals mehr besser, zusammen mit ich kann kaum noch laufen, Sport fällt weg und ich muss Cortison hochsetzen hat mich brechen lassen.

Jeden Abend wenn ich den Tag unter Schmerzen überstanden hatte, krümmte ich mich bis zu 30 Minuten laut schluchzend auf dem Sofa zusammen. Glaubt mir, dass tut gut, solche Momente muss man einfach für sich selber mal raus lassen. Ich kann das am besten alleine. Ich habe kein Problem, dass es andere wissen, denn jeder muss seine Sorgen mal raus lasse, ich mag es nur nicht, wenn mich jemand dabei sieht.. 🙂

Nun wird es aber schlimmer. Kaum Orthopäden haben Notfallsprechstunden, der Schmerz blieb und meine Verzweiflung auch. Als Realist habe ich mir wieder ausgerechnet, wie lange ich meinen Körper mit Schmerzmitteln belasten kann, neben allem anderen was ich nehme, bis ich an Nierenversagen oder Verlust eines anderen Organs sterbe. Ich habe mich so auf die 10 Jahre beschränkt. Ich habe schon immer gesagt, besondes alt werde ich nicht, aber die Entwicklung im Moment zeigt mir auch, dass es wahrscheinlich ist. Ich habe wieder im Kopf was ich noch erreichen will, will raus und weg.. Ich kalkuliere aus, wie viel Schmerzen ich als Person verkraften kann und es ist wohl nicht so viel. Dann wieder die Einsicht, so schlimm ist es doch noch nicht, anderen geht es schlechter oder werden gar nicht so alt und man zieht sich langsam hoch.. aber es fällt schwer… ich habe mich dann an ein israelisches Forschungsinstitut gewendet, aber keine Antwort. Denke das machen viele. Im anderen Blog hatte ich schon mal darüber berichtet, dass er Knochen züchtet und mit Knorpel weiter forschen will. Ich würde gehen, halbes Jahr Israel und zurück, wäre dann meine Geschichte… Ich hatte mich vorgestellt und meinen Körper angeboten. Mal sehen ob irgendwann mal Antwort kommt, aber in der Hoffnungslosigkeit ist es egal was man tut, wenn man was tut. 😉 das baut auf, aktiv zu werden, die Situation nicht als gegeben zu nehmen. Probiert’s mal aus.

Dann passieren folgende Dinge und es geht langsam bergauf…

Du nimmst die erste Schmerztablette, weil du einfach dein Hobby wieder aufnehmen willst und vom Heulen die Schnautze voll hast. Du willst deinen Fluglehrer wieder sehen, dass Wetter ist geil und da ist der Augenblick, für den du brennst. Du bist in der Luft und siehst dies Welt um dich rum. Entfernungen spielen keine Rolle, Schmerzen auch nicht, du bist so konzentriert, dass du an nichts anderes Denken kannst und genau dafür willst du wieder kämpfen. Du findest deinen Mut wieder.

Versteht ihr mich??? 🙂

Dazu lacht Dir die Sonne ins Gesicht und der Frühling kommt langsam. Noch am Montag habe ich jedem weiteren Tag skeptisch entgegen geschaut, aber dann wird dein Schmerzgedächnis gelöscht und du fühlst du lebst. Deine Schmerzen werden besser.

Auf der Suche nach Hilfe triffst du wieder auf jemanden, der dir einen Termin drei Monate eher gibt und du spürst die Dankbarkeit. Ein Sprunggelenk Spezialist. Ich hoffe ich komme noch vor einer OP vorweg, es muss doch noch Behandlungsmöglichkeiten geben. Beratung kommt in zwei Wochen, was bei unserem Ärztesystem quasi Lichtgeschwindigkeit ist. 😉 Glück gehabt!

Drittes Ereignis, du hast die Menschen um dich, die dich lieben. Ich will keine Kinder und jeder der mich kennt, weiß das ich nicht gerade ein Familienmensch bin, außer es geht um meinen Bruder! Mein Herz als Tante geht auf. Die Kulleraugen die einen Ansehen und immer die Hand nehmen und mit dir in die Spielecke wollen. Ohne dich nicht schlafen gehen wollen und so süß sind, da werde ich weich… egal was kommt, nur damit die kleine ihre Tante Desi noch lange hat, halte ich durch!

Damit will ich nur zeige, dass es immer Momente gibt, die bescheiden sind. Ich nehme gerade wieder Sau viel ein. Mein neues Medi reagiert noch gar nicht und ich bin natürlich voller Angst, weil die Ärzte sagen es gibt nichts mehr, aber nächstes Jahr kommt was neues. Wie lange schaffe ich es wohl ohne alles. Egal, es gibt immer Gründe dieses Leben zu lieben, wenn du bereit dafür bist und es wahrnimmst. Menschen die dir auf einmal die Hand reichen, und auch wenn mir immer gesagt wurde, dass ich naiv bin, weil ich an das Gute im Menschen glaube und ich damit noch auf die Nase fallen werde, lebe ich komplett danach. Jeder hat erstmal eine Chance von mir, dadurch lernen ich so unheimlich viele wundervolle Menschen kennen, die ich nachher brauche. Denn sie ziehen mich hoch, sie lachen mit mir und geben mir das Gefühl gut so zu sein, wie ich bin…

Vielleicht sieht nächste Woche schon wieder anders aus, aber diesmal nehme ich eher eine Tablette, damit mich nichts mehr so runter zieht. Es sind einfach verlorene Tage, wenn man nicht mehr lachen kann und nur an ein evtl. kurzes Leben denkt. Es hilft auch, es ist nicht alles schlecht daran, denn es lässt dich Pläne wieder aufnehmen und umsetzen. Ich habe mir wieder meine Bucketliste genommen, wohin ich noch will, was ich noch erleben mag und irgendwann verliert man auch die Angst, weil man so tolle Sachen erlebt hat, dass man reich ist und es hinnehmen könnte. Das ist glaube ich irgendwann das Gefühl des vollkommenen Glücks. Und dann ist es egal wie alt man wird, die Hauptsache so wenig leid, wie nur irgendwie möglich.

Somit, genießt den Frühling und das Leben, und lasst es auch mal raus wenn es euch schlecht geht, ganz ohne funktioniert es nun mal auch nicht.

Ciao eure

Desi