Rheuma und die Kniegelenksarthrose

Hey,

nun weiteres Thema, das Knie… Nicht nur für Rheumapatienten eines Tages ein Thema… 🤭

Wenn die Knie anfangen zu Schmerzen und zu knacken, dann ist die Erkenntnis so gut wie sicher, die Arthrose beginnt zu knabbern… Nachdem dieses Knacken nun nach 30 Min. Radfahren erst so langsam aufhörte, war ich letzten Monat nochmal in einer Spezialklinik in Gundelfingen, für Gelenke. Diese mussten leider zugeben, dass ich die Stufe 4 der Arthrose (somit auch letzte Stufe) erreicht habe und es ein Wunder ist, dass ich noch so gut unterwegs bin. 🙈🍀
Keine Spritzen oder andere Hyaluron würde bei mir mehr was bringe, ich solle das Geld sparen. Wenigstens auch mal wieder ehrlich. 😉

Man kann nun auf viele Zeitschriften hören und viel gegen Arthrose probieren, wie ich nun aktuell auch noch mal Orthomol Arthroplus. Kostet circa 50 Euro für einen Monat und soll gegen die Schmerzen und zum Verlangsamen der Arthrose sein.
Habe es 7 Tage genommen und pausiere gerade wegen dem Gefühl, ob das Zeug meine D-Dimere in die Höhe geschaufelt hat, mit dem K2 drin, welches man mit Blutverdünner meiden soll. Vermutlich Einbildung, aber man weiß ja nie… Egal was, bei meinem Kopf habe ich aufgegeben. Selbst wenn Blutdruck niedrig ist durchlebt man immer wieder das mulmige Gefühl wie nach der Lungenembolie… das bleibt wohl hängen, vielleicht sind es aber auch genau diese Momente, welche gemeint sind, die einen auch mal prägen. Das würde ich auch definitiv als negatives empfinden, neben all der positiven Gefühle die mich prägen, muss es wohl auch so eins geben um einige Menschen noch besser zu verstehen.

Mittlerweile habe ich aber gelernt, in medizinischen Themen zuerst auf den Kopf zu hören und dann einfach mal locker machen, Angst zulassen und dann aber wieder aufstehen und weitermachen. 😉 Klingt einfach aber dauert gelegentlich doch mal Tage lang… 😣

Zurück zum Thema Knie, bisher konnte ich bei keinem Produkt Hilfe finden. Mal sehen, wenn ich das Aktuelle wieder nehme. Was für mich durch das Pulver unangenehm ist, es klummt etwas und da bin ich empfindlich. Dazu kommen die zwei Fischölkapseln, die gar kein Problem sind. So manchem hat auch das schon geholfen. Stärke der Arthrose natürlich unbekannt. 🙄😏

…aber finde ich das Wundermittel berichte ich es euch. 😘

Zuerst habe ich aber MSM getestete. Dabei muss man beachten, dass es angeblich zu Mundgeruch führen kann. Das war bei mir (wohl hoffentlich 😅) nicht der Fall. Aber da es eine Schwefellösung ist kann es eben vorkommen oder aber der Körper dünstet was aus. Leider hat es mir keine Schmerzerleichterung gebracht, dafür aber tüchtig Schwindel. Habe es dann abgesetzt.
In viele Kapseln mit Omega drei oder Glucosamine ist auch MSM, also wer das nicht verträgt, kann ich nachvollziehen. Trotz, dass ich sonst eigentlich alles sehr gut verkrafte.
DMSO habe ich nur sehr wenig Tage probiert, da es auf der Haut, aber auch flüssig ein genommen sehr stark riecht. Es ist ein Überbleibsel aus der Holzindustrie und soll schmerzlindernd wirken. Davon habe ich leider ebenfalls nichts gemerkt, aber die Meinungen über meinen Geruch gingen auseinander. Kollegen merkten nichts, Physio nur weil er den Geruch kannte, Freundinnen wollten mich wegen Bacon-Geruch anknabbern und andere stießen mich beiseite, weil ich wie ihr Ausguss roch. Im Internet ließt man eher, dass man nach Knoblauch oder Zwiebeln riechen soll. 🤷🏻‍♀️🙈

Daneben habe ich Fasten probiert. Bis auf Kaffeeverzicht wäre es wohl auszuhalten. Ich habe knapp zwei Tage geschafft. Weil ich Faul bin, habe ich mir das Fastenpaket nach Hildegard Bosch bestellt. Fastensuppe, Tee, Salbeidrops, Dinkelkekse und -Müsli (mit Apfel und Rosinen).. Leider war ich beim Müsli direkt raus. Die erste Suppe also zum Mittag getestet, Salz Pur und ich mochte schon nicht den Dinkelgrieß, der unten drin war. Salbeidrops sind leider auch irgendwie aus Dinkel und schmecken furchtbar. Somit blieben mir die Kekse, die echt lecker waren. 🤦🏽‍♀️😂 Dinkel mag ich als Nudeln oder Brot, aber das war zu viel. Nach 1,5 Tagen wurde ich tatsächlich beim Kaffee als erstes schwach… Projekt momentan abgebrochen, aber vielleicht teste ich es noch mal. Zunächst war es nun in die größtenteils vegane Ernährung der Einstieg. Vielleicht lege ich nun auch häufiger einen Tage ein, denn das ist gut durchzuhalten, mehr war für mich schwieriger, vor allem wenn man Abends immer unterwegs ist und oft zusammen isst. 🤷🏻‍♀️ Mit Kindern am Tisch isst man eben, weil man sonst kein Vorbild ist. 😝😝😝

Daneben habe ich auch früher schon Wobenzym probiert. Was auch sehr teuer ist und in der Apotheke zu bekommen. Die Smarties sind angenehm zu Schlucken, aber auch das hat leider nach drei Monaten nichts gebracht.
Vielleicht habe ich zu vieles auch zu schnell aufgegeben, und es hilft bei kleinen Arthrosen sicherlich bei dem einen oder anderen gut, aber bei mir nicht.
Bei vielen anderen Mischungen weiß ich nicht mehr, was noch alles drin war. Aber wen es wirklich erwischt hat und nichts mehr hilft, der ist wohl dann über eine Schmerzbefreiende OP glücklich! Und liebe Mitmenschen mit guten Tipps. Das sind wirklich Schmerzen und ich kann jeden verstehen, der dann auf den ärztlichen Rat hört und sich operieren lässt. Niemand sollte diesen Einreden: du bist zu jung, Versuch noch durchzuhalten, hast schon mal dies und jenes getestet oder am liebsten die, dann musst du dich HALT mehr Bewegen. Ratschläge ja, achtet aber auf Formulierung, Ausdruck und Mimik um dem Betroffen nicht das Gefühl zu geben ihn zu verurteilen für seine Tat oder er sei selber Schuld an seinem Befinden. Das kann man wirklich nicht mehr hören, wünschten uns ja nun auch wir könnten hüpfen wie ein Känguru! 🐾🦘Oder Reh, welches mich immer am Schlafzimmer Abends besuchen kommt… (nur um es mal Stolz zu präsentierend)

Süß oder?!?

Tatsächlich stimme ich dieser Argumentation mit der Bewegung teilweise zu, aber die meisten haben wie ich schon alles getestet, waren bereit zu zahlen und haben dann irgendwann einfach keine Kraft und Lust mehr. Nach Sport wird es manchmal besser, kurz und oft hat man bei einem Schub nicht die Kraft das noch zu machen. Denn es ist ein Kraftakt. Jeden Morgen sich durchzustrecken, den Schmerz nach Skala zu beurteilen und ganz langsam anzulaufen. Jeder erste Schritt nach längerem Sitzen wird gemieden, man hat keine Lust auf die Toilette zu gehen, etc…
Ich kann noch Sport machen, spaziere, fahre Rad und versuche das meiste noch zu testen, aber irgendwann wird auch bei mir die Zeit kommen und ich werde die OP machen. Vielleicht sogar schneller als geplant wegen dem Sprunggelenk. Nehmt heute mal mit, seit mit Urteilen vorsichtig, wenn ihr nicht wisst wovon ihr sprecht, weil ihr ebenfalls betroffen seid. 😉☺️

Somit erstmal noch sonnige Sommertage 🌻💐

Eure Desi

Arthrose behandeln – Teil 2

Moin,

Hier einmal eine kurze Zwischeninfo. Es ist nicht nur der Kopf wie ich einst hoffte. Das muss ich mir langsam eingestehen, ich bin schon gewaltig eingeschränkt und habe starke Schmerzen. Ich bin wieder beim Sport, weil wie sie alle sagen, wer Rastet der Rostet, aber bei mir ist definitiv der Lack am weichen..

Status seit dem letzten Eintrag: mir wurden meine Orthopädischen Schuhe nicht genehmigt. Ja, ich weiß was ihr denkt. Dachte ich auch. 14 Jahre Rheuma, Schwerbehindert und die haben die Berichte von den Ärzten und sehen doch wie es mir geht… ABER ich habe gelernt, da wird nur ein Foto vom Fuß aufgenommen und zum medizinischen Dienst gesendet. Anhand dessen die entscheiden ja oder nein. Bei mir würden Einlagen reichen… So gerne würde ich einfach hingehen und denen einmal vorführen, wie ich laufe. Besser noch, ihnen einen Tag meine Schmerzen geben.. ^^

Nachdem ich mich aufgeregt hatte, habe ich dann den Widerspruch eingereicht, Aber auch das dauert schon wieder zwei Wochen und wie ich erfahren habe, können die jetzt auch sagen; ohne OP geht das nicht mehr, die ist schon zu kaputt. Wusstet ihr in diesem Sinne, dass wir jeden scheiß Datenschutz unterschreiben, aber die Krankenkasse für sowas keine Berichte anfordern darf und auch nicht hat. Die Freigabe muss man dann beim Widerspruch noch mal geben und die werden ungesichtet an den medizinischen Dienst weitergeleitet. Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich in dem Punkt immer so ruhig bleiben kann und mir das Erklären lasse, bevor ich am Telefon ausraste.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich eher weich in dem Thema bin, weil ich mich dafür schäme krank zu sein und auf das Geld der Krankenkasse angewiesen. Glaubt mir, man freut sich nicht seines Lebens, wenn man sich auf die Verlassen muss… es ist eine Qual. Ich danke somit allen, auch denen, die immer über Kassen fluchen, weil sie selber nichts brauchen. Menschen wie ich, uns helft ihr und dafür sind wir dankbar!! Dafür leben wir in einem Sozialstaat, dass Menschen eine Chance gegeben wird. Vergesst das bitte niemals! Ich kann es nicht oft genug sagen. 🙂

Daneben war ich beim zweiten Chirurgen. Der war auch super, würde auch erst operieren, wenn ich es nicht mehr verkrafte, aber ist komplett anderer Meinung als Hamburg. Er würde ein künstliches Gelenk einsetzen, welches zwei Metall-Kappen über die Gelenkköpfe legt und weiches Material dazwischen, weil mein Oberes Sprunggelenk das Problem sei. Das Untere sähe noch gut aus, bzw. wird von Alleine steif.. Aber meine vor und zurück Beweglichkeit ist ja nicht so eingeschränkt… Denke ich kurz an Hamburg, hat der gesagt man geht weg vom künstlichen und würde das untere, welches schlimmer sei, versteifen. Beide haben unheimlich gut erklärt und der von letzter Woche sagt sogar, er habe kürzlich sein erstes künstliches nach 30 Jahren wegen einer Infektion wechseln müssen. Die Frau ist heute oder zum Zeitpunkt der OP 70 Jahre gewesen. Für mich als Mathegenie natürlich kein Problem, dann war sie zum Zeitpunkt der OP 40… da er auch sagte es käme auf die Belastung an und die Patientin hatte vermutlich kein Rheuma, male ich mir meine Chancen nicht ganz so lang aus, aber immerhin länger als ich einst dachte. Und es können Elemente gewechselt werden, was auch sehr gut klingt und ich bei den Hüften ja leider verpasst habe… Das Ende vom Lied ist nun, den Spezialisten in Magdeburg im Juni mit meinen Recherchen direkt nach seiner Abschätzung zu konfrontieren, warum Meinungen so auseinander gehen können. Ich bin jedes Mal froh, wenn sie sagen ich muss nicht operiert werden, aber dann, betrachte ich wieder was ich alles nicht kann, wie lange Strecken gehen, ich Zweifel an meiner Kraft für die Weltreise, die ich schon auf drei Etappen, aber ohne Schiff umgeplant habe. Ich hasse es mit meiner Nichte nicht spielen zu können, aus Angst sie läuft mir draußen weg und ich komme nicht hinterher. Oder tue uns beiden weh, weil ich irgendwo nicht stark oder schnell genug bin. Der Kopf schränkt einen also noch mit ein, das nervt gewaltig und ich fordere mich immer mit neuen Ideen wieder heraus. Für mich wichtig, aber auch gefährlich. Wer hoch fliegt kann tief fallen… 😉 Frust baut sich dann auf, man überlegt wie alt werde ich wohl und bereue ich es dann die Jahre mit Schmerzen vergeudet zu haben. Was hätte ich ohne das noch geschafft? Dann die Angst der Probleme einer OP. Was wenn was schief geht? Wie retten Sie dann dein Gelenk? Geht es überhaupt dann noch? Ein Restrisiko bleibt immer. Sich für oder gegen eine Operation zu entscheiden, finde ich mit einer der schwersten und sie kommen immer wieder. Ich musste es schon bei den Hüften mit 21 Jahren treffen und beim Handgelenk mit 29. Beide bereue ich nicht und sind unterschiedlich ausgefallen. Aber je Älter man wird, wird es nicht einfacher, wie ich einst dachte!? ^^

Klar werde ich auch hier eine Lösung finden. Klar wird es eines Tages eine OP sein, sobald ich es nicht mehr ertrage, dass alle auf mich warten müssen… ^^ aber ich will es erst noch mit den Schuhen probieren. Hässlich, aber vielleicht verschaffen sie mir noch Zeit!? Und die Reise?!

Zumindest habe ich mir nun auch, nach der Aussage des Orthopäden von vor zwei Jahre bezüglich meiner Knie, einen betreuenden Facharzt für diese gesucht. Übernächste Woche mache ich ein MRT von beiden und dann gucken wir wie die aussehen und wie ich sie schützen kann! Damit nicht die bald auch noch kommen. Die könnten ja wenigstens noch 10 Jahre halten, fände ich gut… 🙂 ok, in 10 Jahren würden hier noch mal 10 stehen und dann; wenn sie bis heute gehalten haben könnten sie auch den Rest noch halten.. ;p

Warum kann uns manchmal nicht wer die Entscheidung abnehmen, warum kann ich nicht stark gläubig sein und Dinge als Zeichen sehen und in meiner Entscheidung gestärkt werden? Das Leben spielt uns nicht immer fair mit und ich muss noch mal auf meine Deutschlehrerin zurückkommen, die mich, zwar leider sehr früh damit prägte, aber definitiv Recht hatte. Das Leben ist hart und ungerecht, dass wirst du noch schlimmer lernen müssen, als mit einer Schulnoten… Und dabei ist das Leben zu mir noch nicht mal so schlimm, wenn ich anderes höre, dennoch kotzt es uns alle immer mal an und wir wollen raus… der eine mehr der andere weniger…

Somit schönes Wochenende 🙂

Eure Desi