Traum vom Fliegen – Der Weg ist das Ziel

Hallo ihr Lieben,

nach dem nun die Vergangenheit und das Grundsätzliche aufgeschrieben scheint, geht es nun in Gegenwart und Zukunft. Ich hoffe das nicht mehr so viele Tiefs kommen und meine Seiten/Beiträge positiver klingen als teilweise bisher… Obwohl mein Plan ja auch war, als Patient, euch zu zeigen was wann wie wo in uns vorgeht und wie sich so manches anfühlt. Und ich muss halt auch zugeben, dass nicht alles damit ein Zuckerschlecken ist, weil man einfach einige Dinge aufgeben muss, oder spätestens dabei einsieht, dass sie nicht mehr gehen.
Ist mir gerade wieder beim Sport passiert. Ich wollte diese Galileoplatte mit in meinen Vertrag aufnehmen, weil ich der Meinung wahr, dass Aufbau der Tiefenmuskulatur mit Sicherheit nicht schlecht sein kann für uns Rheumapatienten. Aber das ruckelnde Brett tat wirklich weh im Sprunggelenk und mein Trainer hat dann mit mir abgebrochen. Weil wie einen Einbeinstand auf dem Brett machen, wenn ich es nicht mal auf der nicht bewegenden Erde kann?! Das haut einen noch einmal wieder zurück. Schließlich verbringt man manchmal den Tag so als habe man nichts und die Welt steht einem genauso offen wie jedem anderen auch. Und dann kommen so Kleinigkeiten, die du dann einfach nicht kannst und du willst heulen, fluchen und kotzen… Bist gescheitert und kannst es nicht mal ändern. Wäre für jeden ein doofes Gefühl und passiert uns halt häufiger. Im Moment steige ich nicht mal Treppen normal und den Status wollte ich eigentlich nicht beibehalten.
Dennoch soll ich es einmal mit meinem Rheumaarzt abklären ob ich es darf mit der Platte, auf einem Kissen üben Gleichgewicht zu halten, zum Faszienkurs kommen (der gut sein soll) und so weiter.
Also beginnen wir bei Status Quo: Starte gerade wieder im Fitnessstudio durch, um meine Muskulatur zu stärken, die durch das letzte Jahr natürlich auch gelitten hat und bei einer neue Heilpraktikerin im Trio mit Chiropraktikerin und Thai-Massage begonnen, die mich wieder stabilisieren wollen. Wenn es mir dann noch mal besser geht und mein Arzt sagt, dass das durchaus sinnvoll für mich ist (hoffe er kennt diese Platten sonst fange ich wieder an bei null zu erklären :D), gehe ich selbstverständlich da wieder drauf. Obwohl es mir sonst allgemein im Moment schon gut geht. Das neue Mittel wirkt erstmal und ich will diesen Status so lange wie es nur geht behalten. 🙂 Auch wenn ich diese 15 Minuten auf der Platte dann sicherlich nicht gerne über mich ergehen lassen werde. 🙂

Daneben, zum Titel passend, habe ich meinen Flugschein wieder aufgenommen. Da ich dort immer noch nicht so prall landen kann, habe ich mir hier den Weg zum Ziel gemacht. Schließlich habe ich mein Medical auch nur für ein Jahr und Alleinflüge erhalten. Da ich nicht weiß wie es dort weitergeht habe ich mir den Stress total raus genommen. Alleine möchte ich nachher sowieso nicht fliegen. Daher verbringe ich einfach ne schöne Zeit mit meinem Fluglehrer und anderen Piloten vom Platz und wenn ich mich doch irgendwann so sicher fühle, dass ich es alleine probieren mag, werde ich auch versuchen die Prüfung zu machen. Natürlich hole ich mir auch mein Medical wieder, aber wenn ich es nun nicht in einem Jahr schaffe mache ich auch zugegebenem Zeitpunkt die Theorie noch mal, ganz egal. Unter Druck klappt es eh nicht.
Und hey, ganz ehrlich, wer kann es sich schon leisten seinen persönlichen Escortservice direkt mit zu buchen. 😉 Sollte mein Meister der Lüfte das nun irgendwann mal lesen, sieh es als Kompliment. 😉
Aber auch hier, alleine wenn ich die Füllung des Tanks nach sehen will, geht bei mir am besten nur mit nem Trittbrett. Obwohl der Flieger am Flügel ne Stufe hat. Ich werde es noch mal versuchen, wenn einer hinter mir steht, aber ist halt nervig. Und mir leider auch immer noch manchmal unangenehm, deswegen wollte ich so wenig wie Möglich Fluglehrer haben und dann hatte ich drei getestet und mochte sie alle drei. Problem. Naja, da nun zwei sich von mir und Bielefeld getrennt haben, war die Entscheidung nachher einfach. Aber auch bei ihm ziehe ich mich nun gerade erst wieder von Null an aus, mit all den Problemen die ich in vorherigen Kapiteln beschrieben habe. Ihr müsstet mich mal sehen, wenn ich das Teil getankt habe, bin durchgeschwitzt. Hab mittlerweile nen Handtuch in meiner Flugtasche. Und der Witz daran ist dann ja auch einfach, dass man nen Mann evtl. in dickster Montur und frierend neben sich hat, der dann noch die Heizung anmacht.. Hoffe das das nun mit ihm ein Ende hat, aber ist mir schon durchaus bekannt.. 😀
Aber zurück, es ist halt immer erst wieder unangenehm und ich muss mich darauf einstimmen, dass mich wieder jemand „beschissener“ sieht als ich es mir gewünscht hatte, das er mich jemals sieht. Man versucht sich dann verzweifelt lustig zu erklären, was aber keinen Sinn macht, unangenehm bleibt es einfach. Klar lerne ich besser damit umzugehen, aber hey, das ist ja nun nicht erst seit gestern so und bremst einen dennoch immer wieder, macht einen schüchterner als man ist und das sagt eine der Vorlautesten die man so kennt. 😀 Meine Kollegen würden das hier vermutlich als Lüge abtun, weil ich gerade da sehr offen bin, und das ist auch gut so, muss ja nicht jeder direkt sehen, was einen bewegt. 🙂

DAHER bitte Meister, wenn ich sage verlass mich nicht, meine ich das schon irgendwie ernst, will nicht wieder wechseln, auch wenn ich es vielleicht einfach mal mit anderen Fluglehrern versuchen sollte, fühl mich wohl da oben mit dir… NEIN, ich häng sogar an dir. 😀
AUßERDEM, trifft es nun auch endlich denjenige, der an allem Schuld ist. Wenn er vor zwei Jahren nicht den Probeflug mit mir so gut gemacht hätte, wäre ich nun nicht dort wo ich bin! Hätte nicht die neuen netten Leute kennengelernt und würde das nicht so genießen… Und danke fürs Foto machen, auch wenn wir dadran noch arbeiten müssen. 😉

So, und genau zu diesem Thema und weitere welche einen wirklich glücklich machen und vom Alltag ablenken, werde ich hier in Zukunft etwas mehr berichten, wie man auch mit Rheuma verrückte Hobby´s haben kann. Dazu gehört dann halt nicht immer nur das schöne, sondern auch Frust, mal den Flieger unter schmerzen fertig machen und hoffen dass der Fluglehrer die knolligen Augen nicht sieht, die sich entwickeln, wenn ich versuche Tränen auf zuhalten (obwohl auch wenn sie fließen, macht keinen Unterschied der Optik)… Aber am liebsten euch am Gefühl teilhaben zu lassen über den Wolken den ernst des Lebens zu vergessen… 🙂

Also habe ich nun beschlossen euch an meinen Zuständen teilhaben zu lassen. Den Weg zu verfolgen, mit allen Höhen und Tiefen die noch kommen werden, nicht nur beim Fliegen, auch beim Sport oder bei irgendwelchen anderen Hobby´s die mir noch so in den Sinn kommen, weil mir gerade wieder etwas fehlt. Fliege einfach zu selten, aber wie schon beschrieben, klammere ja auch an dem vielbeschäftigten Lehrer den ich habe.
Bin zwar ebenfalls schon fleißig andauernd am Sprachen lernen, weil ich das neu für mich entdeckt habe, dass nun einfach Schluss damit sein muss, das ich so schlecht dadrin bin. Aber das reicht noch nicht. Denke noch über den Segelschein oder Sportbogenschießen nach.
Mal gucken was komm, zuerst muss ich noch kurz nen Umzug hinter mich bringen, was zum Glück durch meine Klicke und gute Freunde überhaupt kein Thema darstellt. Was mich wieder so dankbar macht, das ich sie habe. Und egal wie oft man sich sieht oder eben auch nicht, dort jeder hinter einem steht. Ich kenne so viele Menschen, die solche Freundschaften aus ihrer Jugend nicht mehr haben und ich muss euch sagen, ich weiß es mehr als zu schätzen, dass hat mir an so vielen Tagen schon den Rückhalt gegeben, den ich einfach brauchte und die Ablenkung in dem Maße wie es einfach Möglich war und ich weiß es wäre noch viel mehr drin gewesen. *dicker Knutsch an alle*

So, nun habe ich auch emotionales Pipi in den Augen und werde somit den Blogeintrag für heute beenden… Hab euch alle lieb.

Eure Desi

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